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Alexander II. (Russland)
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Wegen der so genannten âGroĂen Reformenâ,cite-ref-1[1] vor allem wegen der Abschaffung der Leibeigenschaft wĂ€hrend seiner Regierungszeit, verliehen schon die Zeitgenossen Alexander II. den Beinamen âZar-Befreierâ (russisch Oswoboditel).cite-ref-2[2]
Contents
âą Regentschaft
⹠AnschlÀge
âą Abstammung
âą Verfilmungen
âą Ehrungen
âą Literatur
âą Einzelnachweise
âą Weblinks
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Abstammung, Kindheit und Erziehung
Alexander II. wurde 1818 als Sohn des spĂ€teren Zaren Nikolaus I. und der Zarin Alexandra Fjodorowna im Moskauer Kremlpalast geboren.cite-ref-3[3] Ăber seine Mutter war er ein Neffe von Wilhelm I. und ein Cousin von Friedrich III. Seine Thronfolge stand seit seinem achten Lebensjahr â anders als bei den meisten seiner VorgĂ€nger auf dem russischen Thron seit Peter I. â nie in Zweifel.cite-ref-z-hlke-581-4-0[4]cite-ref-kanajewa-5-0[5] Entsprechend den Gepflogenheiten am russischen Hof war Alexander wie alle GroĂfĂŒrsten fĂŒr eine Offizierslaufbahn bestimmt und wurde entsprechend ausgebildet.cite-ref-z-hlke-581-4-1[4]cite-ref-kanajewa-5-1[5] FĂŒr die GrundzĂŒge der Erziehung war daher seit seinem siebten Lebensjahr ein Berufssoldat und Veteran aus den napoleonischen Kriegen verantwortlich, nĂ€mlich der deutschstĂ€mmige Linienoffizier Karl Merder.cite-ref-gr-nwald-16f-6-0[6] Merder, der zuvor als Lehrer in einem Kadettenkorps seine pĂ€dagogischen FĂ€higkeiten unter Beweis gestellt hatte,cite-ref-gr-nwald-16f-6-1[6] war ĂŒber zehn Jahre fast bestĂ€ndig in der unmittelbaren NĂ€he Alexanders und begleitete ihn auch bei seinen Auslandsreisen.cite-ref-kanajewa-5-2[5] An die Seite Merders trat auf Wunsch der Zarin Wassili Schukowski.cite-ref-7[7] Der liberale Dichter und Vorleser der Zarin nahm dabei die Rolle eines Mentors und Tutors ein.cite-ref-8[8] Beide hauptverantwortlichen Erzieher achteten darauf, dass Alexander sowohl staatspolitisches RĂŒstzeug erlangte als auch eine entwickelte Persönlichkeit entfalten konnte.cite-ref-z-hlke-581-4-2[4] Als eigentliche Lehrer in den jeweiligen FĂ€chern betrauten die Erzieher ausgezeichnete Wissenschaftler und zum Teil die wichtigsten zeitgenössischen russischen Politiker, wie zum Beispiel den leitenden Minister Alexanders I., Michail Speranski.cite-ref-z-hlke-581-4-3[4] FĂŒr den Deutschunterricht wurde der promovierte, spĂ€ter zum Kollegienrat ernannte und geadelte Jurist Friedrich Leberecht Liepmann verpflichtet, der einer in Hamburg und Berlin beheimateten jĂŒdischen Familie entstammte.cite-ref-9[9] Es wurden auch MĂ€nner â wie zum Beispiel Speranski â mit der Ausbildung des Thronfolgers betraut, die im Gegensatz zur extrem reaktionĂ€ren Politik von Nikolaus I. standen.cite-ref-z-hlke-581-4-4[4] In seinem 16. Lebensjahr, am 17. April 1834 wurde Alexander offiziell zum Thronfolger proklamiert.
1839 lernte Alexander II. seine spĂ€tere Frau, die Prinzessin Marie von Hessen und bei Rhein, kennen, die zu dem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt war. Die Hochzeit fand am 4. Apriljul. / 16. April 1841greg. statt.cite-ref-gr-nwald-31-10-0[10] Auch gegen den erheblichen Widerstand am Zarenhof und sogar diplomatische Interventionen hatte Alexander seine Wahl durchgesetzt.cite-ref-11[11] UnterstĂŒtzung bekam er dabei von seinem in politischen Fragen despotischen Vater,cite-ref-gr-nwald-31-10-1[10] der seinem Sohn in dieser Frage nicht im Weg stehen wollte, obgleich die Heirat als âpolitisch unzweckmĂ€Ăigâ galt.cite-ref-z-hlke-582-12-0[12] 1842 wurde ihre erste Tochter Alexandra (1842â1849) geboren.
Alexanders Charakter wurde zwiespĂ€ltig beurteilt: einerseits wurde er als friedlich, weise und wohlwollend mit einem klaren Sinn fĂŒr das Gute beschrieben, andererseits galt er (auch seinen Erziehern) als arrogant, wankelmĂŒtig, wenig tatkrĂ€ftig und â wie er selbst spĂ€ter zugab â als bis zur Rachsucht nachtragend.cite-ref-13[13] Hinzu kam, dass sein Vater ihm die GrundzĂŒge der autokratischen Herrschaftsauffassung in einer Art vermittelte, dass Alexander trotz aller libertĂ€ren Tendenzen und Reformen unumstöĂlich an diesem Prinzip festhielt.cite-ref-z-hlke-582-12-1[12] Zudem entwickelte der Thronfolger aufgrund der strengen militĂ€rischen Ausbildung ein Faible fĂŒr alles MilitĂ€rische und speziell fĂŒr MilitĂ€risches Zeremoniell.cite-ref-z-hlke-582-12-2[12] Er verfĂŒgte aber ĂŒber keinen groĂen militĂ€rischen Sachverstand, obwohl er sich das einbildete.cite-ref-z-hlke-582-12-3[12]
Alexander hatte wie kaum ein Zweiter schon vor der Ăbernahme der Regierungsverantwortung tiefe Einblicke in die RegierungstĂ€tigkeit gewinnen können,cite-ref-14[14] reprĂ€sentative Aufgaben wahrgenommen, zahlreiche Reisen ins Ausland und in sĂ€mtliche russischen Provinzen unternommen,cite-ref-z-hlke-582-12-4[12] des Ăfteren wichtige Regierungsaufgaben direkt wahrgenommen und im Jahre 1842 sogar einen Monat lang die Regentschaft ĂŒber das Reich wĂ€hrend der Abwesenheit seines Vaters ĂŒbernommen.cite-ref-15[15]
Regentschaft
Krimkrieg und RegierungsĂŒbernahme
Als Alexander nach dem Tod seines Vaters am 18. Februarjul. / 2. MĂ€rz 1855greg. die RegierungsgeschĂ€fte ĂŒbernahm, war er zwar mit knapp 37 Jahren ein gereifter, gut ausgebildeter und auch politisch versierter Mann.cite-ref-z-hlke-581-4-5[4] Allerdings musste er das Reich in einer schweren Krise ĂŒbernehmen: Im Krimkrieg, den Alexander zunĂ€chst fortsetzte, zeichnete sich die Niederlage Russlands schon im FrĂŒhjahr 1855 deutlich ab und wurde mit dem Fall Sewastopols unabwendbar.cite-ref-z-hlke-583-16-0[16] Der Zar besuchte im November selbst Odessa und die Krim und gelangte dabei endgĂŒltig zu der Erkenntnis, dass der Krieg verloren sei.
Der Pariser Frieden vom 18. MĂ€rzjul. / 30. MĂ€rz 1856greg. beendete den Krieg.cite-ref-christoph-schmidt-81-17-0[17]cite-ref-g-nther-st-kl-507-18-0[18] Er schwĂ€chte Russlands Machtstellung im Orient nur vorĂŒbergehend und bedeutete nicht das Ende des russischen Interesses an den tĂŒrkischen Territorien.cite-ref-g-nther-st-kl-507-18-1[18] Auch nach diesem Frieden wurde der Krieg gegen die kaukasischen Bergvölker fortgesetzt und weite Gebiete zwischen dem Kaspischen Meer und dem Aralsee gelangten unter russischen Einfluss und wurden zum Teil endgĂŒltig besetzt.
Die Russland im Pariser Frieden auferlegte Entmilitarisierung der SchwarzmeerhĂ€fen bedeutete indes einen schweren Schlag fĂŒr das Prestige als GroĂ- und Ordnungsmacht, als die sich das Reich seit den Napoleonischen Kriegen betrachtet hatte. Besonders in den 1848er Revolutionen hatte sich Russland als europĂ€ische Hegemonialmacht prĂ€sentiert.cite-ref-z-hlke-583-16-1[16] Die GĂŒnther Stökl zufolge unnötige und kontraproduktive DemĂŒtigung Russlands trug nach Ăberwindung des ersten Schocks zur Entstehung einer religiös-nationalen Stimmung in Russland bei, die eine Revanche fĂŒr die Kriegsniederlage herbeisehnte.cite-ref-g-nther-st-kl-507-18-2[18]
Am 14. Augustjul. / 26. August 1856greg., fĂŒnf Monate nach dem Friedensschluss und fast anderthalb Jahre nach seinem Regierungsantritt, fand in Moskau die Krönungszeremonie des neuen Zaren statt. AuslĂ€ndischen wie russischen GĂ€sten fiel besonders die DiversitĂ€t der Untertanen auf, die an den Feierlichkeiten teilnahmen: Baschkiren, Tscherkessen, Tataren und Armenier waren nach Moskau eingeladen worden, um die Vielfalt und das AusmaĂ des Reiches zur Schau zu stellen und die Bindung zwischen dem Zaren und seinen asiatischen Völkern symbolisch zu festigen. Zum ersten Mal waren ReprĂ€sentanten des Bauernstands zur Zeremonie geladen und wurden in den Krönungsalben eigens erwĂ€hnt.cite-ref-19[19]
FĂŒr die Geschichte Russlands und die politischen Ăberzeugungen Alexanders II. bedeutete die Niederlage im Krimkrieg einen tiefen Einschnitt.cite-ref-20[20]cite-ref-christoph-schmidt-81-17-1[17] Die UnfĂ€higkeit, eine im Feindesland operierende und schlecht gefĂŒhrte Koalitionstruppe zu besiegen, zeigte Russlands RĂŒckstĂ€ndigkeit in allen Bereichen, von der Wirtschaft ĂŒber die Infrastruktur (besonders das fehlende Eisenbahnnetz) und das Bildungswesen bis hin zur Heeresorganisation.cite-ref-z-hlke-583-16-2[16] Daher wurde der Krimkrieg zum Fanal fĂŒr die russische Politik, denn Alexander II. nutzte den Pariser Frieden dazu, die Basis fĂŒr sein politisches Programm eines Aufbrechens der verwobenen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Fesseln durch den Impuls von auĂen zu schaffen.cite-ref-christoph-schmidt-81-17-2[17] Alexander war bestrebt, Russland möglichst schnell eine Ăffentlichkeit bzw. eine Gesellschaft zu geben, um so aus seiner Sicht im Konkurrenzkampf mit den anderen europĂ€ischen GroĂmĂ€chten bestehen zu können.cite-ref-z-hlke-583-16-3[16]
Die âGroĂen Reformenâ
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Hauptartikel
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GroĂe Reformen
Als Reaktion auf die in der Niederlage im Krimkrieg zutage getretene RĂŒckstĂ€ndigkeit Russlands nahm Alexander weitreichende Reformen in Angriff, die in der wissenschaftlichen Literatur oft mit dem Attribut âgroĂâ beschrieben werden.cite-ref-z-hlke-584-21-0[21] Diese Reformen stellen einen der bedeutendsten Einschnitte in der Geschichte Russlands dar, Hoetsch sieht in ihnen sogar ein bedeutenderes Reformwerk als das Peters des GroĂen.cite-ref-22[22] FĂŒr GrĂŒnwald stehen die Reformen âan den Wurzeln der Revolutionâ.cite-ref-23[23]
KernstĂŒck der Reformen war die Bauernbefreiung: Bereits zwölf Tage nach der Unterzeichnung des Pariser Friedens sagte der Zar vor Moskauer Adeligen, âes sei besser, die Leibeigenschaft abzuschaffen, als darauf zu warten, dass sie zerbreche.âcite-ref-christoph-schmidt-83-24-0[24] Zwar mögen dabei auch humanitĂ€re ErwĂ€gungen eine Rolle gespielt haben, entscheidender war aber, dass die Leibeigenschaft als in wirtschaftlicher Hinsicht objektiv obsolet angesehen wurde.cite-ref-25[25] Eigentliches Ziel der ReformtĂ€tigkeit war es, Russland wirtschaftlich, technisch und somit letztlich militĂ€risch in Europa wieder konkurrenzfĂ€hig zu machen.cite-ref-z-hlke-584-21-1[21] Mit dem Erlass vom 3. MĂ€rz 1861 endete im Zarentum als einem der letzten LĂ€nder Europas die Leibeigenschaft.cite-ref-26[26] VerknĂŒpft war das mit weiteren Reformen, die unter anderem eine neue MilitĂ€rorganisation umfassten.
Alexander setzte diese Reformen gegen groĂe WiderstĂ€nde durch. UnterstĂŒtzung fand er neben seinem Bruder Konstantin vor allem in der durchaus reformfreudigen BĂŒrokratie.cite-ref-z-hlke-584-21-2[21] Angesichts der gewaltigen WiderstĂ€nde des grund- und leibeigenenbesitzenden Adels kam letztlich ein âverwĂ€sserterâ Kompromiss zustande.cite-ref-gr-nwald-90-27-0[27] Im Gegensatz zu den Bauernbefreiungen in PreuĂen und Ăsterreich, bei denen die Bauern kein Land erhalten hatten, wodurch Kapitalausstattung und anschlieĂend Investitionsfreude der GroĂgrundbesitzer gefördert wurden, erhielten die russischen Bauern ein dauerndes Nutzrecht von Haus und Hof, i. d. R. in dem MaĂe, wie sie zuvor die Felder bewirtschaftet hatten.cite-ref-gr-nwald-90-27-1[27] Allerdings blieben die Fron- und Zinslasten gegenĂŒber dem Grundherren bestehen, und es blieb auch bei der Anbindung an den Mir, eine FreizĂŒgigkeit bestand also nicht.cite-ref-christoph-schmidt-83-24-1[24] Die Adeligen erhielten sogar das Recht, die Bauern vor Inkrafttreten noch umzusetzen, um ihr Gutsland nach eigenem Ermessen zu arrondieren.cite-ref-christoph-schmidt-83-24-2[24] Zwar gab es einen âMinimalsatzâ, eine FlĂ€che Land, die das Existenzminimum sichern sollte,cite-ref-28[28] aber bei den AusfĂŒhrungsbestimmungen und den Ablösezahlungen wurden die Bauern deutlich ĂŒbervorteilt.cite-ref-29[29] Bei der Festlegung der FlĂ€chen gab es etwa sehr zum Nachteil der Bauern groĂe regionale Unterschiede. Die Bauern mussten das Land kĂ€uflich erwerben, der Staat die Finanzierung dieser GeschĂ€fte ĂŒbernehmen.cite-ref-30[30] Eine Befreiung der Bauern aus der Polizeigewalt der Gutsbesitzers erfolgte unmittelbar mit dem Inkrafttreten der Reform 1861; weil das Land aber im Kollektivbesitz der örtlichen Bauern blieb und die schon bislang ĂŒbliche periodische Umverteilung des Bodens festgeschrieben wurde, blieben die Möglichkeiten der Bauern, selbstbestimmt zu wirtschaften, höchst begrenzt.cite-ref-31[31]
Alexander versuchte dabei durchaus Adel und Bauern gerecht zu werden, aber wegen der â wenngleich unzureichenden â Zuteilung von Land an die Bauern und der Zwangsbewirtschaftung in der Dorfgemeinschaft wurden die Produktionsfaktoren Arbeit sowie Grund und Boden nur unzureichend liberalisiert.cite-ref-z-hlke-585-32-0[32] Daher kam es weder zu bedeutenden Kapitalisierungseffekten im Adel noch zur Entstehung groĂer Massen verarmter Landloser, die wie etwa in PreuĂen in die StĂ€dte geflohen wĂ€ren und dort einer Protoindustrie als Proletariat zur VerfĂŒgung gestanden hĂ€tten.cite-ref-z-hlke-585-32-1[32] FĂŒr eine Zuspitzung der Lage sorgte zudem die Bevölkerungsentwicklung in Russland, die sich 1911 â also 50 Jahre nach der Bauernbefreiung â bereits verdoppelt hatte.cite-ref-hans-von-rimscha-485f-33-0[33] Dass auch ein GroĂteil des Russischen Adels innerhalb kurzer Zeit ruiniert war, weil er sich nicht an die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen konnte,cite-ref-z-hlke-585-32-2[32] zeigt, wie zwiespĂ€ltig die Reform zu bewerten ist. Einerseits war sie beispielsweise der Sklavenbefreiung in den USA drei Jahre voraus,cite-ref-hans-von-rimscha-485f-33-1[33] andererseits war und blieb Russland bis in die 1920er-Jahre ein Agrarstaat.
Auch einem â wenn auch kleinen â Teil der Juden des Zarenreichs kamen diese Reformen nach langer Zeit der Repression und BeschrĂ€nkungen zugute. Um die russische Wirtschaft zu fördern, wurde sowohl jĂŒdischen Kaufleuten mit mehr als 50.000 Rubel Einkommen als auch Juden mit âbevorzugtenâ Berufen (z. B. Techniker und Mechaniker) ein Wohnrecht auch auĂerhalb des im Westen des Reichs gelegenen Ansiedlungsrayons gewĂ€hrt. Ein FreizĂŒgigkeitsrecht erhielten auch Juden mit akademischen Graden. (Diese Bestimmungen wurden von seinem Sohn und Nachfolger Alexander III. weitgehend rĂŒckgĂ€ngig gemacht.)
Der Tod seines Ă€ltesten Sohnes Nikolaj Alexandrowitsch Romanow (1843â1865), den Alexander II. bereits als hoffnungsvollen Thronfolger angesehen hatte, stĂŒrzte den Zaren in eine persönliche Krise. Todesursache war, nach langer Krankheitsphase und mehreren Kuraufenthalten, eine Meningitis. In dieser Situation, die auch groĂe Auswirkungen auf seine Ehe mit Maria hatte, fing er im Sommer 1866 eine Liebesbeziehung mit der Hofdame Jekaterina Michailowna Dolgorukowa (1847â1922) an.
Kriege und Revolten
1863 wurde der polnische Januaraufstand mit schonungsloser HĂ€rte niedergeschlagen. Die groĂe Bedeutung der Reformen und die völlige Umgestaltung der wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse, die sie zur Folge hatten, riefen in vielen Bevölkerungsgruppen Ablehnung hervor. Im Zuge dieser Unzufriedenheit und als Folge der immer noch bestehenden groĂen Ungleichheit in der Gesellschaft breiteten sich sozialistische, kommunistische und nihilistische Ideen aus und gewannen an Bedeutung. Gleichzeitig stĂ€rkte der Sieg ĂŒber Polen nationalistische GefĂŒhle und fĂŒhrte zum Erstarken des Panslawismus. Alexander machte keine ernsthaften Versuche, die Korruption in der BĂŒrokratie zu unterdrĂŒcken; vielmehr duldete er korrupte Beamte in seiner nĂ€chsten Umgebung in hohen Stellungen. Daher stieg die Unzufriedenheit im Volk gegen Alexanders Regierung weiter.
Ein am 4. Apriljul. / 16. April 1866greg.cite-ref-34[34] von dem RevolutionĂ€r Dimitri Karakosow vor dem Sommergarten versuchtes Attentat auf den Zaren, das durch den Bauern Komissarow verhindert wurde, hatte eingehende Untersuchungen zur Folge, welche die Existenz zahlreicher politischer GeheimbĂŒnde aufdeckten. Dieses und ein zweites Attentat, das wĂ€hrend der Pariser Weltausstellung des Jahres 1867 von dem Polen Berezewski versucht wurde, ĂŒbten auf den Zaren einen nachhaltigen Eindruck aus und lieĂen seine Neigung zu Reformen schwinden. Die Zensur wurde in alter Strenge wiederhergestellt und ein umfassendes polizeiliches Ăberwachungssystem eingerichtet.
Intensiv beschĂ€ftigte sich der Zar in dieser Zeit aber auch mit der inneren Situation des Landes. Er stellte Ăberlegungen an, holte Informationen ein, beriet sich mit Experten, um Modelle fĂŒr eine neue Verfassung des Russischen Reiches zu finden. Dabei nahm aber auch der Gedanke zur EinfĂŒhrung einer konstitutionellen Monarchie einen gewichtigen Platz in seinen Ăberlegungen ein. Eine Reform der Gerichtsbarkeit, die ĂberfĂŒhrung der gröĂeren StĂ€dte in eine zivile Selbstverwaltung, aber vor allem die EinfĂŒhrung der allgemeinen Wehrpflicht waren Gegenstand politischer Prozesse. Das Gesetz wurde am 13. Januar 1874 in Kraft gesetzt.
Die AuĂenpolitik
Strategie
In der AuĂenpolitik spielten vor allem die zukĂŒnftig vorgesehene Stellung Russlands als GroĂmacht und seine EinflusssphĂ€ren eine gröĂere Rolle. Im Zuge dieser Ăberlegungen wurden 1867 die lange Zeit verfolgten Expansionsschritte entlang der kalifornischen KĂŒste aufgegeben, das Fort Ross nördlich von San Francisco war bereits 1842 gerĂ€umt und das Territorium von Alaska 1867 an die USA verkauftcite-ref-35[35] worden. Stattdessen konzentrierte sich die russische AuĂenpolitik auf die Revision der Entmilitarisierung der SchwarzmeerhĂ€fen, die im Pariser Traktat festgelegt worden war. Nachdem dieses Ziel erreicht worden ist, sollte die Schwarzmeerflotte wieder aufgebaut werden. Gleichzeitig sollte dann das Osmanische Reich durch geschickte Diplomatie isoliert werden, so dass es keine Koalition einiger europĂ€ischer GroĂmĂ€chte gegen Russland wie im Krimkrieg geben durfte.
BĂŒndnis mit PreuĂen, Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich
WĂ€hrend der russische AuĂenminister Gortschakow ĂŒber eine Neuausrichtung der BĂŒndnisse und der strategischen Ziele mit unterschiedlichen Konstellationen nachgedacht hat,cite-ref-36[36] hielt Alexander II angelehnt an der in der Heiligen Allianz festgelegten, traditionellen Ausrichtung auf PreuĂen und Ăsterreich fest, obwohl diese offiziell nach dem Krimkrieg auseinandergebrochen war, und durch den Pariser Traktat ersetzt worden war. Hierbei hatte Ăsterreich nicht die hohe PrioritĂ€t wie noch zu Zeiten von Alexanders VorgĂ€nger Nikolaus I. âgenossenâ, da Ăsterreich im Krimkrieg gegenĂŒber Russland eine aggressive Haltung angenommen hatte.
In der Folge zahlte sich diese Ausrichtung aus. Bereits 1863 arbeiteten PreuĂen und Russland bei der Niederschlagung des polnischen Januaraufstandes zusammen. AuĂerdem bekam Alexander II. freie Hand zum siegreichen Abschluss des Kaukasuskrieges im Nordkaukasus. Die russische Armee unter dem Kommando von General Tschernjajew eroberte 1864/65 Taschkent. Damit dehnte sich das russische Territorium in Zentralasien aus.
WĂ€hrend des Krieges zwischen Ăsterreich und PreuĂen im Jahr 1866 bewahrte Alexander eine neutrale, aber preuĂenfreundliche Haltung. WĂ€hrend des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 lagen Alexanders Sympathien bei Deutschland, was er unter anderem durch Ordensverleihungen an die deutschen HeerfĂŒhrer und durch Ernennung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm zum russischen Generalfeldmarschall zeigte. Alexander hinderte Ăsterreich-Ungarn an der Einmischung in den Krieg, indem er die Besetzung Galiziens durch russische Truppen androhte, falls die k.u.k. Armee mobilmachen sollte.
Infolge dieses Krieges stieg Alexanders Einfluss: Wilhelm I., der zum Deutschen Kaiser aufgestiegene König von PreuĂen, war nicht nur mit ihm verwandt, sondern ihm auch aus Dankbarkeit fĂŒr seine UnterstĂŒtzung verpflichtet, wĂ€hrend Frankreich sich um sein Wohlwollen in einem eventuellen Revanchekrieg bemĂŒhte. Durch die Niederlage Frankreichs war der Pariser Traktat nicht mehr zu halten. Er wurde am 31. Oktober 1870 durch Russland einseitig aufgekĂŒndigt. Diese Entscheidung wurde auf der Pontuskonferenz im MĂ€rz 1871 bestĂ€tigt. An seine Stelle trat das Dreikaiserabkommen, das am 22. Oktober 1873 auf Bismarcks Initiative im Schloss Schönbrunn in Wien vom deutschen Kaiser Wilhelm I., dem österreichisch-ungarischen Kollegen Franz Joseph I. und Alexander II. unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen bildete eine neue Grundlage fĂŒr den Friedenserhalt in Europa.
Im Sommer 1874 fand auf Initiative von Alexander eine internationale Konferenz in BrĂŒssel statt, die eine Konvention zu den Gesetzen und GebrĂ€uchen des Krieges verabschieden sollte, die jedoch nicht ratifiziert wurde und deshalb nie in Kraft trat. Im Mai 1876 unterzeichnete Zar Alexander im Haus Vier TĂŒrme in Bad Ems den Emser Erlass, der die Verbreitung von literarischem Schrifttum in ukrainischer Sprache unter Strafe stellte.
Great Game
Gortschakows BemĂŒhungen fĂŒr eine Zusammenarbeit mit GroĂbritannien wurden durch die Einrichtung einer Demarkationslinie entlang des Flusses Oxus belohnt. Er nahm ein entsprechendes Angebot des britischen AuĂenministers Lord Granville am 31. Januar 1873 ancite-ref-37[37]. Diese Demarkationslinie war GroĂbritannien gegenĂŒber groĂzĂŒgig angelegt, weil es das afghanische Territorium zur britischen EinflusssphĂ€re erklĂ€rte. Im Gegenzug sollte GroĂbritannien im Falle eines militĂ€rischen Konfliktes mit dem Osmanischen Reich neutral bleiben.
Diese Vereinbarung begĂŒnstigte die territoriale Expansion Russlands in Transoxanien. Allerdings endete die russische EinflusssphĂ€re am rechten Ufer des Oxus. Kaufmanns Feldzug nach Chiwa 1873 erweiterte Russlands Macht im Innern Asiens betrĂ€chtlich. Dabei wurde ein kleines Gebiet erobert, das am linken Ufer von diesem Fluss liegt. Im Oktober des gleichen Jahres erreichte Russland das Protektorat ĂŒber das Emirat Buchara, da es sich vom Khanat Kokand bedroht fĂŒhlte.
Der Feldzug nach Chiwa hatte aber zunĂ€chst noch keinen Konflikt mit GroĂbritannien zur Folge. Vielmehr schien sich 1874 durch die Heirat der einzigen Tochter Alexanders, Maria, mit Alfred, Duke of Edinburgh, sogar eine AnnĂ€herung zwischen Russland und GroĂbritannien anzubahnen. Im Mai absolvierte Alexander einen Staatsbesuch in GroĂbritannien. Im Jahre 1876 wurde das Khanat Kokand von General Kaufmanns Armee erobert und in das neun Jahre zuvor gegrĂŒndete Generalgouvernement Turkestan eingegliedert.
Die Spannungen zwischen Russland und GroĂbritannien begannen im Dezember 1876, als auf eine Initiative des britischen Premier Benjamin Disraeli hin die Konferenz von Konstantinopel einberufen wurde. Aus der Sicht von Alexander hatte GroĂbritannien damit das vermeintliche Versprechen vom Januar 1873 gebrochen, sich aus einem möglichen Konflikt zwischen Russland und dem Osmanischen Reich herauszuhalten. Die Beziehungen zwischen Russland und GroĂbritannien verschlechterten sich dramatisch, als Disraeli im November 1878 den britischen Truppen in Britisch-Indien den Befehl gab, das Emirat Afghanistan zu besetzen. Nachdem Disraeli zusammen mit seinen VerbĂŒndeten groĂe Teile des Vertrages von San Stefano auf dem Berliner Kongress rĂŒckgĂ€ngig gemacht hatte, erwartete Alexander von GroĂbritannien, dass es zumindest Afghanistan als neue Pufferzone akzeptiert.
Russisch-TĂŒrkischer Krieg 1877
Im April 1877 erklĂ€rte Russland im Gefolge des niedergeschlagenen bulgarischen Aprilaufstands dem Osmanischen Reich den Krieg. Alexander zog mit Gortschakow nach Bessarabien, folgte der vorrĂŒckenden Donauarmee durch RumĂ€nien nach Bulgarien und schlug sein Hauptquartier in Gorny Studen auf, wo er auch wĂ€hrend der militĂ€rischen RĂŒckschlĂ€ge blieb, die Russland im Juli bis September erlitt. Als mit dem Fall von Plewen wieder ein Erfolg erzielt wurde, kehrte er am 15. Dezember 1877 nach Sankt Petersburg zurĂŒck, wo er am 22. Dezember mit groĂem Jubel empfangen wurde.
Ziele fĂŒr die 1880er Jahre
In den deutsch-russischen Beziehungen kam es zu einer Krise am 15. August 1879, als der russische Zar dem deutschen Kaiser Wilhelm I. den so genannten Ohrfeigenbrief zusandte. Alexander II. bewahrte aber seine deutschfreundliche Haltung. Ein Treffen der beiden im September 1879 (siehe Zweibund #Zustandekommen) entspannte die Situation. Der Zar soll den fordernden Ton seines Briefes bedauert haben.cite-ref-38[38]
GroĂbritannien begann am 21. November 1878 den Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg und beendete ihn 1880 (siehe auch The Great Game).
Aus Alexanders Sicht war das nĂ€chste Ziel fĂŒr Russland, eine Pufferzone zwischen Russland und Britisch-Indien in Afghanistan zu schaffen. Wenn dieses Ziel vom Nachfolger Alexanders II. auf dem Zarenthron verfolgt wird, konnte das Russische Kaiserreich von einer NeutralitĂ€tsvereinbarung mit dem Deutschen Kaiserreich und der Donaumonarchie profitieren. Deshalb fĂŒhrte Alexander eine Entspannung im deutsch-russischen VerhĂ€ltnis herbei und ebnete damit den Weg fĂŒr den Dreikaiserbund zwischen Russland, Deutschland und Ăsterreich-Ungarn, geschlossen am 18. Juni 1881.
Panslawismus
WĂ€hrenddessen reorganisierte er die Armee nach deutschem Muster. Noch ehe diese Reorganisation beendet war, wurde Alexander fast wider Willen durch die Ausbreitung des Panslawismus vor allem in Adels- und Beamtenkreisen zum Engagement Russlands auf dem Balkan gedrĂ€ngt.cite-ref-39[39] Er duldete in der Balkankrise die UnterstĂŒtzung Serbiens und Montenegros durch Freiwillige und Gelder, wurde selbst Pate fĂŒr einen Sohn des serbischen FĂŒrsten Milan III. und nahm öffentlich fĂŒr die Christen im Osmanischen Reich Stellung.
AnschlÀge
Auch nach dem Krieg blieb seine Lage inmitten der einander bekĂ€mpfenden Richtungen in Russland schwierig, besonders nach neuen AnschlĂ€gen von Nihilisten 1879. Auf Alexander selbst wurden mehrere AnschlĂ€ge verĂŒbt: Am 14. April 1879 schoss Alexander Konstantinowitsch Solowjow auf ihn; am 1. Dezember 1879 versuchten Nihilisten, bei Moskau den Eisenbahnzug, in dem Alexander fuhr, zu sprengen; am 17. Februar 1880 erfolgte ein weiteres Attentat im Winterpalais. Als Reaktion wurde die Ăberwachung und Verfolgung von Regimegegnern verschĂ€rft.
Alexander plante auch weiterhin innere Reformen der Gesellschaft.
Tödliches Attentat
Als Alexander II. am 1.jul. / 13. MĂ€rz 1881greg. mit seiner Begleitmannschaft den Michailowski-Palast in einer Kutsche verlieĂ, wurde diese nach nur wenigen Metern beim Sankt Petersburger Gribojedow-Kanal von einer mit Dynamit gefĂŒllten Dose getroffen. Der Kaiser ĂŒberstand die Explosion unverletzt und wollte in Richtung Winterpalast gehen. Doch als der Urheber des Attentats, der Student Nikolai Ryssakow, ĂŒberwĂ€ltigt wurde, rief er dem Kaiser zu: âFreuen Sie sich nicht zu frĂŒh!â Die Kutsche wurde beschĂ€digt, ein Passant getötet, mehrere weitere wurden verletzt. Als Alexander ausstieg, um den Schaden zu besehen, warf der junge Adelige und Technikstudent Ignati Grinewizki eine weitere Granate vor die FĂŒĂe des Zaren. Der AttentĂ€ter sowie der Zar erlagen noch am gleichen Tag ihren schweren Verletzungen. Sein damals zwölfjĂ€hriger Enkel, der spĂ€tere Zar Nikolaus II., war Zeuge des Attentats, das von der Untergrundorganisation Narodnaja Wolja (âVolkswilleâ) durchgefĂŒhrt wurde.
An der Stelle des Anschlags lieĂ sein Sohn Alexander III. die Auferstehungskirche bauen. Sein Grab befindet sich, wie das aller Romanows, in der Peter-und-Paul-Kathedrale.cite-ref-hans-christian-huf-40-0[40]
Ehen und Nachkommen
Am 28. April 1841 heiratete Alexander die deutsche Prinzessin Marie von Hessen-Darmstadt (* 8. August 1824 als Maximiliane Wilhelmine Auguste Sophie Marie von Hessen-Darmstadt, von den Romanows âCeriseâ = Kirsche genannt), mit der er acht Kinder hatte:
âą Alexandra Alexandrowna (* 30. August 1842; â 28. Juni 1849), GroĂfĂŒrstin von Russland
âą Nikolai Alexandrowitsch (* 20. September 1843; â 24. April 1865), Zarewitsch von Russland
âą Alexander Alexandrowitsch (* 10. MĂ€rz 1845; â 1. November 1894), als Alexander III. Kaiser von Russland â Dagmar von DĂ€nemark
âą Wladimir Alexandrowitsch (* 22. April 1847; â 17. Februar 1909), GroĂfĂŒrst von Russland â Marie von Mecklenburg-Schwerin
âą Alexei Alexandrowitsch (* 14. Januar 1850; â 14. November 1908), GroĂfĂŒrst von Russland
âą Maria Alexandrowna (* 17. Oktober 1853; â 24. Oktober 1920) â Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha
âą Sergei Alexandrowitsch (* 11. Mai 1857; â 17. Februar 1905), GroĂfĂŒrst von Russland â Elisabeth von Hessen-Darmstadt
âą Pawel Alexandrowitsch (* 3. Oktober 1860; â 30. Januar 1919), GroĂfĂŒrst von Russland
Am 3. Juni 1880 starb Kaiserin Maria Alexandrowna. Wenige Wochen spĂ€ter, am 18. Juli, heiratete Alexander in morganatischer Ehe Jekaterina Michailowna Dolgorukowa, mit der er schon seit lĂ€ngerer Zeit eine Beziehung und fĂŒnf Kinder hatte, von denen zwei als SĂ€uglinge starben:
âą Alexander (* 1868; â 1868), FĂŒrst Jurjewski
âą Georgij (* 12. Mai 1872; â 13. September 1913), FĂŒrst Jurjewski
âą Olga (* 9. November 1873; â 10. August 1925) â 12. Mai 1895 Georg von Merenberg (* 1871; â 1948)
âą Boris (* 1876; â 1876), FĂŒrst Jurjewski
âą Jekaterina (* 20. September 1878; â 22. Dezember 1959), GrĂ€fin Obolenski
Dolgorukowa wurde als Kammerfrau bei der Kaiserin eingefĂŒhrt, um sie an den Hof zu bringen, und nach der EheschlieĂung zur FĂŒrstin Jurjewskaja erhoben. Dennoch akzeptierte die Familie sie nie. Nach der Beisetzung des Kaisers verlieĂ sie mit ihren Kindern Russland.
Abstammung
Verfilmungen
Im Spielfilm Katja, die ungekrönte Kaiserin (Frankreich 1959, Regie Robert Siodmak) wird die Liebesgeschichte zwischen Alexander II. und Jekaterina sehr frei erzĂ€hlt. Der Zar wird von Curd JĂŒrgens, Jekaterina (Katja) von Romy Schneider gespielt.
Dieser Film ist die Neuverfilmung eines gleichnamigen Films von 1938 (Regie: Maurice Tourneur; Hauptrollen: John Loder als Zar Alexander der II. und Danielle Darrieux als Jekaterina).
Ehrungen
In Darmstadt, der Heimatstadt von Alexanders Ehefrau, wurde 1843 die AlexanderstraĂe nach ihm benannt.cite-ref-41[41] 1875 wurde das Gymnasium Alexandrinum in Mariupol gegrĂŒndet.
Literatur
âą Heinz-Dietrich Löwe: Alexander II. 1815â1881. In: Hans-Joachim Torke (Hrsg.): Die Russischen Zaren 1547â1917. C.H. Beck, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-406-38110-3, S. 315â338.
âą Adelskalender, Heft 10, Verlag WIRD, Sankt Petersburg 2003, ISBN 5-94030-045-6.
âą K. Appel: Alexander II. NikolaeviÄ. In: Biographisches Lexikon zur Geschichte SĂŒdosteuropas. Bd. 1. MĂŒnchen 1974, S. 40â42.
âą E. Heresch: Die Romanows, Nicolai-Verlag Berlin 2014.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Der Begriff âGroĂe Reformenâ ist auch in der neueren Literatur gebrĂ€uchlich. Vgl. z. B. Christoph Schmidt: Russische Geschichte 1547â1917. MĂŒnchen 2003, S. 88. Ebenso Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. S. 581â589, hier S. 584.
cite-note-22. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 7. Siehe auch den Gebrauch in lexikalischen Darstellungen, z. B.: Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. S. 581â589. Siehe auch den Gebrauch im russischsprachigen und englischsprachigen Raum, beispielsweise N.G.O. Pereira: Tsar-Liberartor: Alexander II of Russia 1818â1881. Newtonville 1983.
cite-note-33. â Werner E. Mosse: Alexander II and the Modernization of Russia. 6. Aufl. New York 1976, S. 26.
cite-note-z-hlke-581-44. â Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. Leipzig u. a. 2005, S. 581â589, hier S. 581.
cite-note-kanajewa-55. â L. M. Kanajewa: Alexander II. in Zarskoje Selo. In: Alexander II. Sohn der Charlotte von PreuĂen, Kaiser und Zar von Russland, Reformer und Befreier der Bauern. Sein Leben und Wirken in Zarskoje Selo/St. Petersburg. Berlin 1998, o. SeitenzĂ€hlung, hier die erste Seite des Aufsatzes.
cite-note-gr-nwald-16f-66. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 16 f.
cite-note-77. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 17.
cite-note-88. â L. M. Kanajewa: Alexander II. in Zarskoje Selo. In: Alexander II. Sohn der Charlotte von PreuĂen, Kaiser und Zar von Russland, Reformer und Befreier der Bauern. Sein Leben und Wirken in Zarskoje Selo/St. Petersburg. Berlin 1998, o. SeitenzĂ€hlung, hier die zweite Seite des Aufsatzes.
cite-note-99. â Beförderungen und Ehrenbezeigungen. In: Intelligenzblatt der Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung Jg. 1840, Nr. 11 (Juni), Sp. 81 (Web-Ressource).
cite-note-gr-nwald-31-1010. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 31.
cite-note-1111. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 30 f.
cite-note-z-hlke-582-1212. â Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. Leipzig u. a. 2005, S. 581â589, hier S. 582.
cite-note-1313. â Werner E. Mosse: Alexander II and the Modernization of Russia. 6. Aufl. New York 1976, S. 27.
cite-note-1414. â Siehe GĂŒnther Stökl: Russische Geschichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart (= Kröners Taschenausgabe. Band 244). 4., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-24404-7, S. 536.
cite-note-1515. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 32 f.
cite-note-z-hlke-583-1616. â Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. Leipzig u. a. 2005, S. 581â589, hier S. 583.
cite-note-christoph-schmidt-81-1717. â Christoph Schmidt: Russische Geschichte 1547â1917. MĂŒnchen 2003, S. 81.
cite-note-g-nther-st-kl-507-1818. â GĂŒnther Stökl: Russische Geschichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart (= Kröners Taschenausgabe. Band 244). 4., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-24404-7, S. 507.
cite-note-1919. â Ulrike von Hirschhausen, Jörn Leonhard: Empires und Nationalstaaten im 19. Jahrhundert. 2. Aufl., Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, S. 39.
cite-note-2020. â Hans von Rimscha: Geschichte Russlands. Darmstadt 5. Aufl. 1979, S. 470.
cite-note-z-hlke-584-2121. â Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. Leipzig u. a. 2005, S. 581â589, hier S. 584.
cite-note-2222. â Otto Hoetsch: RuĂland in Asien. 1966, zitiert nach Hans von Rimscha: Geschichte Russlands. Darmstadt 5. Aufl. 1979, S. 479.
cite-note-2323. â So der Obertitel seiner Biographie Alexanders II.: Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965.
cite-note-christoph-schmidt-83-2424. â Christoph Schmidt: Russische Geschichte 1547â1917. MĂŒnchen 2003, S. 83.
cite-note-2525. â Hans von Rimscha: Geschichte Russlands. Darmstadt 5. Aufl. 1979, S. 481.
cite-note-2626. â H-Soz-Kult: Alexis Hofmeister: 1861 als russischer und sowjetischer Erinnerungsort. ErzĂ€hlung und Erinnerung der Bauernbefreiung (Lehrstuhl fĂŒr OsteuropĂ€ische Geschichte, Historisches Seminar der UniversitĂ€t Basel; 2011)
cite-note-gr-nwald-90-2727. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 90.
cite-note-2828. â Hans von Rimscha: Geschichte Russlands. Darmstadt 5. Aufl. 1979, S. 484.
cite-note-2929. â Christoph Schmidt: Russische Geschichte 1547â1917. MĂŒnchen 2003, S. 84.
cite-note-3030. â GĂŒnther Stökl: Russische Geschichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart (= Kröners Taschenausgabe. Band 244). 4., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-24404-7, S. 538 ff.
cite-note-3131. â Constantin de GrĂŒnwald: An den Wurzeln der Revolution. Alexander II. und seine Zeit. Wien u. a. 1965, S. 92 f.
cite-note-z-hlke-585-3232. â Raoul ZĂŒhlke: Alexander II. Alexander II. Der âZar-Befreierâ. In: Die GroĂen der Welt. Bd. 4: Zeitalter der AufklĂ€rung. Leipzig u. a. 2005, S. 581â589, hier S. 585.
cite-note-hans-von-rimscha-485f-3333. â Hans von Rimscha: Geschichte Russlands. Darmstadt 5. Aufl. 1979, S. 485 f.
cite-note-3434. â http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=133799
cite-note-3535. â Vertrag vom 30. MĂ€rz 1867
cite-note-3636. â Andreas Rose: Deutsche AuĂenpolitik in der Ăra Bismarck, (1862-1890) Taschenbuch 2013, S. 12. â[...vom russischen AuĂenminister Gortschakow betriebene AnnĂ€herung Russlands an Frankreich...]â
cite-note-3737. â Christoph Baumer: History of Central Asia. The Age of Decline and Revival. 4. Volume, I.B. Tauris & Co Ltd. 2018, S. 141
cite-note-3838. â Die GroĂe Politik der EuropĂ€ischen Kabinette 1871â1914. Hrsg. im Auftrag des AuswĂ€rtigen Amtes von J. Lepsius u. a., 3. Band, Berlin 1926, S. 36 ff.
cite-note-3939. â Hans-Joachim Böttcher: Prinz Alexander von Battenberg. In: Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas. Band 15. Gabriele SchĂ€fer Verlag, Herne 2021, ISBN 978-3-944487-84-7, S. 30 u. v. a.
cite-note-hans-christian-huf-4040. â Michael Gregor: Das Ende des Zarenreiches. Komplett-Media 2007, ISBN 978-3-8312-9362-9 (Imperium, 2. Staffel, 2. Teil), S. 131
cite-note-4141. â StraĂenbenennung der Stadt Darmstadt (Memento vom 28. Mai 2016 im Internet Archive)
Weblinks
Commons
: Alexander II. (Russland)
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Alexander II. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Dossier Russland â Gesellschaftliche Spannungen und Sturz des Zaren
âą Zar Alexander II.
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Đž Đ ĐŸŃŃОО), Olma-Press, Moskau 2003, Seite 499
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Đž Đ ĐŸŃŃОО), Olma-Press, Moskau 2003, Seite 504